
Konfirmation - was ist das eigentlich?
In der Konfirmation sagt der/die Jugendliche noch einmal selber Ja zu seiner/ihrer Taufe, bei der er/sie damals - in der Regel als kleines Kind - nicht gefragt wurde. Früher war mit der Konfirmation die Zulassung zum Abendmahl verbunden. In unserer Gemeinde nehmen aber auch Konfirmanden/innen bereits zuvor nach einer entsprechenden Unterweisung im Rahmen der Konfirmandenarbeit am Abendmahl teil. Konfirmandinnen und Konfirmanden erwerben das passive Wahlrecht, z.B. für das Presbyterium. Sie können nun selber Taufpaten werden, der kirchliche Auftrag ihrer eigenen Taufpaten ist mit dem Tage ihrer Konfirmation erfüllt. Die bürgerliche Religionsmündigkeit wird übrigens - unabhängig von der Konfirmation - mit dem 14. Lebensjahr erreicht. Die Konfirmandenarbeit dauert anderthalb Jahre. In den Ferien ist kein Kurs.
Welche Voraussetzungen sind nötig, um an der Konfirmandenarbeit (KA) teilzunehmen?
Eigentlich nur eine: Das wirklich zu wollen. Eine Bitte an die Eltern: Zwingen Sie Ihre Kinder nicht dazu, das schadet oft mehr als es nützt. Und zur KA gezwungene Kinder sind dort erfahrungsgemäß auch nicht unbedingt die tollsten Mitarbeiter/innen. Gleiches gilt für die, die sich nur wegen der bei der Konfirmation zu erwartenden Geschenke anmelden. Wie die Eltern zur Kirche stehen, ist bzgl. der Anmeldung zur KA erst einmal gleichgültig, da es sich hier um eine Entscheidung des Heranwachsenden handelt und nicht um ein stellvertretendes Bekenntnis wie bei der Taufe. Dennoch ist die KA ohne Mitwirkung der Eltern recht schwierig. Ein(e) Jugendliche/r wird schwer zum Gottesdienstbesuch am Sonntag morgen zu bewegen sein, wenn die Eltern aus dem Bett heraus grüßen mit den Worten: "Sieh zu, dass du um 11.00 wieder hier bist - wir haben heute noch was anderes vor!" ;-)
Welche Voraussetzung muss erfüllt sein, um konfirmiert zu werden?
Eigentlich zwei: Nämlich (logisch!) getauft zu sein, oder dies im Lauf der KA ernstlich in Betracht zu ziehen, und: Wirklich dazu zu stehen und das auch gegenüber anderen zu bekennen.
Wie sieht der Konfirmandenunterricht aus?
In vielen Gemeinden werden unterschiedliche Modelle von KA ausprobiert - einfach, weil sich bestimmte Unterrichtsstile heute nicht mehr bewähren. Bei uns sind es wöchentliche Treffen mit ca. 45 min. Arbeit, Kurstage ist der Dienstag und der Donnerstag, 16.15 - 17.00 Uhr im Gemeindehaus
- Vermittlung von christlichen Glaubensinhalten; als Grundlage dient eine moderne Arbeitsmappe
- Regelmäßiger Gottesdienstbesuch
Wann findet die Konfirmation statt?
In der Regel am Pfingst-Sonntag des jeweiligen Jahres, in einem von den Konfirmandinnen und Konfirmanden mitgestalteten Gottesdienst um 10 Uhr. Genaue Informationen erhalten Sie dazu bei der Anmeldung.
Ich will mein Kind anmelden. Wie geht das?
In dem Jahr, in dem die Kinder 12 Jahre als werden, werden Sie noch vor den Sommerferien schriftlich eingeladen. Es ist auch sinnvoll, die Kinder, die zusammen die Grundschule besucht haben und sich von daher kennen, in einen Kurs zu nehmen.